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Gitarre

FoxRox Captain Coconut 2

Captain Coconut Das sind drei Geräte in einem: ein Univibe(Provibe), ein Fuzzfoot und ein Octavia; also die Hendrix Bodentreter.

Und so ist das Teil auch am besten mit einer Strat und vorzugsweise mit einem Marshall Amp zu benutzen. Eine Paula und ein Fender gehen natürlich auch, aber es klingt wirklich nicht besonders gut. (Überhaupt sind Fender Amps nicht so gut geeignet für bestimmte Effekte…)

 

Das Provibe ist weltklasse! Ich habe nie ein original gespielt und kenne nur die Univibes von Fulltone und Voodoo Lab. Das Voodoo Lab habe ich nur mal in einem Laden gecheckt und fand es nicht do doll. Das Fulltone habe ich direkt mit dem Coconut Provive verglichen.

Das Provibe kann man extremer einstellen (schnell/langsam pulsen), es hat mehr Bässe und Höhen und der Effekt ist durch das Width-Poti sehr gut einzustellen: von einen leichten Effekt bis zu heftigem Pulsen, vor allem in den Bässen, das den Amp mächtig arbeiten lässt.

Es erhält, auch wenn es extrem eingestellt ist, den Grundton der Gitarre, macht den Sound gross und butterweich. Das Fulltone verschwimmt den Sound und selbst in den extremsten Einstellungen erzeugt es nicht so viel Effekt wie das Provibe.

Das Fuzzfoot ist wohl dem Dallas Arbiter nachempfunden. Es gibt wohl verschiedene “FuzzCards” für das Coconut, sodass man das Gerät nachrüsten kann. Welche Card drin ist, weiss ich nicht. Das Fuzz klingt aber in jedem Fall aggressiver als ein Big Muff.
Eine Eigenart von den Fuzzfaces ist die Reaktion auf die Steuerung mit dem Volume Poti der Gitarre: ein klein wenig die Gitarre zurückgenommen und das Fuzz zerrt kaum noch. So funktioniert das Volume Poti quasi als An/Aus-Schalter. Nach einiger Zeit hatte ich mich an den Umgang mit dem Pedal gewöhnt und finde mittlerweile gerade den leicht angezerrten Sound von dem Pedal sehr schön. Die Kompression ist sehr stark und wenn es nicht platt klingen soll muss man dem Teil den Ton schon rausprügeln, so wie Michel Landau das hier ganz eindrucksvoll demonstriert:

Das Fuzzfoot live einzusetzen ist immer so ne Sache und es zeigt sich erst beim Soundcheck, ob es funktionieren wird. Die Nebengeräusche sind schon ganz schön heftig und wenn es also problemlos bleiben soll, bleibt es halt leider ganz oft aus….

Das Octave ist ein Clon vom Tychobrahe Octavia. Das Original habe ich noch nie gehört. (Wenn jemand so ein Teil hat, kann er sich ja mal melden.)

Ich hatte vorher das Roger Mayer Octafuzz und das Gerät war viel einfacher im Handling, d.h. der Effekt war für meine Begriffe nicht so extrem, dafür klingt das Octave doch viel eher so wie man das von Hendrix, Michael Landau, u.a. kennt.
Wer so ein Teil zum ersten Mal einsetzt wird vielleicht denken, es sei etwas kaputt. Das ging mir genauso.
Aber man muss sich mit dem Effekt wirklich beschäftigen. Es klingt eigentlich nur mit einer Strat auf dem Hals TA gut. Wie ich schon oft bei anderen Gitarristen gesehen habe, ist der “Drive” Regler immer auf Null. Ein Verzerrer nach dem Effekt komprimiert den Sound, dann lässt sich auch die Gitarre für Clean Sounds zurückregeln.

Das Gehäuse ist robust wie ein Panzer und schwer… ;-)
Seit der Version 2 kann man die Effekt Reihenfolge patchen, d.h. mit Patchkabeln kann man die Default-Reihenfolge der Effekte verändern. Der normale Signalfluss ist: Octave => Fuzz => Provibe. Kurz: ein tolles Gerät

Die 400$ ist alleine schon mal das Provibe wert, wenn man bedenkt was das Fulltone Teil kostet.
_____________
Jan 2009
Nachtrag: Das Captain Coconut wird schon nicht mehr gebaut und wenn überhaupt kann man ein gebrauchtes Teil ergattern.
Die Dinger werden wohl in einiger Zeit ein Vermögen wert sein.
Seit ein paar Tagen habe ich das Octron2 von Foxrox.

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